Der traditionelle Neujahrsempfang der CDU Neu-Isenburg am 1. Februar 2026 stand ganz im Zeichen der anstehenden Kommunalwahlen und der Zukunftsprojekte der Stadt. Vor über 150 Gästen, darunter Hessens Finanzminister Prof. Dr. Alexander Lorz und der Bundestagsabgeordnete Björn Simon, betonte der Stadtverbandsvorsitzende Carlos Gómez die Bedeutung einer verantwortungsbewussten und vorausschauenden Kommunalpolitik.

Ein zentrales Thema der Rede von Gómez war die Regionaltangente West (RTW). „Die CDU bekennt sich nachdrücklich zur Umsetzung der RTW bis Birkengewann“, erklärte Gómez. Diese neue Schienenverbindung sei eine entscheidende Investition in die Lebensqualität, die wirtschaftliche Dynamik und die Standortattraktivität der Stadt. Die CDU lehne jegliche Überlegungen zu einem Ausstieg aus dem Projekt ab und sehe sich in einer konstruktiven Rolle als Gesellschafter.

Auch die Zukunft der Hugenottenhalle wurde klar adressiert. Gómez sprach sich deutlich gegen überdimensionierte Konzepte aus und warnte vor unkalkulierbaren Haushaltsrisiken. „Die absolute Schmerzgrenze liegt bei 63 Millionen Euro – alles darüber ist für die CDU nicht darstellbar“, so Gómez. Statt teurer Prestigeprojekte fordert die Union eine etappenweise Sanierung und eine schnelle Wiedereröffnung des großen Saals, um Künstlern und Vereinen wieder eine Bühne zu bieten. Finanzstabilität müsse dabei oberste Priorität haben.

Ein weiteres zentrales Thema war die finanzielle Lage der Stadt. Gómez kritisierte die Umverteilung durch das Landesprogramm „Starke Heimat Hessen“. Neu-Isenburg zahle hohe Umlagen, erhalte jedoch wenig zurück. Dies gefährde dringend benötigte Investitionen vor Ort. Mit einem offenen Appell wandte sich Gómez an Finanzminister Lorz: „Starke Kommunen brauchen Unterstützung und einen gerechten Finanzausgleich.“

Finanzminister Lorz zeigte Verständnis für die Kritik und zog Parallelen zur Situation Hessens auf Bundesebene. Hessen zahle jährlich rund 4 Milliarden Euro in den Länderfinanzausgleich – mehr, als das Land an neuen Schulden aufgenommen habe. „Solidarität ist wichtig“, so Lorz, „aber im eigenen Land sparen zu müssen, während das Geld an andere verteilt wird, kann nicht die Lösung sein.“

Zum Abschluss der Veranstaltung rief CDU-Chef Gómez die Bürger dazu auf, sich aktiv an der Kommunalwahl zu beteiligen. Besonders hob er die Bedeutung der Ehrenamtlichen hervor: „Sie sind das Herz unserer Stadt.“ Die CDU Neu-Isenburg setze 2026 auf einen Kurs aus Verantwortung, Bürgernähe und Finanzdisziplin. „Die Union steht für eine zukunftsfähige, generationengerechte Entwicklung und übernimmt klare Verantwortung für die zentralen Weichenstellungen der kommenden Jahre“, so Gómez abschließend.

Mit einer klaren Vision und konkreten Zielen geht die CDU Neu-Isenburg in das Jahr der Kommunalwahlen – entschlossen, die Zukunft der Stadt aktiv zu gestalten.