Machbares Machen

Unsere Hugenottenhalle ist in die Jahre gekommen und eine Schließung steht bevor. Die meisten Besucher hat die Halle bei Konzerten oder größeren Veranstaltungen und damit verdient die Halle auch Geld. Vereine und Institutionen aus Neu-Isenburg können die HuHa kostenlos nutzen. Dies wird von der Stadt bezuschusst und ohne diesen Zuschuss können weder die Faschings- noch andere Vereine ihre Sitzungen oder Veranstaltungen durchführen.

Visionen der Realität anpassen

Viele notwendige Sanierungen und Renovierungen an der Halle wurden in den letzten Jahren nicht durchgeführt, weil man eine Vision hatte. Eine Vision, die entwickelt wurde, als die Geldspeicher der Stadt noch prall gefüllt waren. Wer die letzten Jahre die Presse aufmerksam verfolgt hat, der konnte mitbekommen, dass es den Kommunen immer schlechter geht und die Einnahmen geringer werden. Das trifft auch auf uns, auf Neu-Isenburg, zu. Das bedeutet, man muss auch den Gürtel enger schnallen. Im Klartext bedeutet das, wir müssen die Visionen der Realität anpassen.

Sanierung der Hugenottenhalle und Stadtbibliothek

Die Hugenottenhalle muss eine Sanierung erfahren. Auch die Räumlichkeiten der Stadtbibliothek dürfen nicht aus dem Blick geraten. Bei einer Sanierung werden ebenfalls hohe Finanzmittel nötig. Wenn man jedoch die bislang in der Planung vorgesehene Neubaufläche von zusätzlich ca. 60-70 Prozent des bisherigen Baukörpers weglässt, könnte der Finanzaufwand mit großer Wahrscheinlichkeit bei weniger als der Hälfte der bislang diskutierten Kosten liegen. Danach haben wir aber eine für die nächsten Jahrzehnte gut aufgestellte Hugenottenhalle, die den Isenburgern in gewohnter Weise zur Verfügung steht und auch den Vereinen und Institutionen für ihre Veranstaltungen eine Heimat bietet.

Kultur anstelle bezahlbarer Kinderbetreuung?

Die Ysenburger werben gerade mit dem Slogan „Haushalt kommt von Haushalten“ und genau das wird mit der Sanierung getan. Außerdem gäbe es dann auch die Chance die Sportparkhalle zu ertüchtigen, die ähnliche Probleme, wie die Hugenottenhalle aufweist und für viele Isenburger und Isenburgerinnen genauso wichtig ist.

Ein Vorschlag der schon oben erwähnten Vereinigung war bei der Podiumsdiskussion rund um das Thema „Ertüchtigung/Umbau der Hugenottenhalle“, man könne die Zuschüsse zur Kinderbetreuung der freien und kirchlichen Träger streichen. Diese stellen jedoch ca. 2/3 der Betreuungsplätze in Neu-Isenburg.

Also quasi Kultur statt bezahlbare Kinderbetreuung. Dieser Vorschlag ist ein Schlag ins Gesicht aller Familien und muss vehement zurückgewiesen werden.

Wir stehen für eine Sanierung und Weiterführung unserer wichtigen Infrastruktur wie der Hugenottenhalle, der Stadtbibliothek und der Sportparkhalle ohne Wenn und Aber.

Und wir stehen für eine bezahlbare und vielfältige Kinderbetreuung, denn die Familie ist das höchste Gut in unserer Gesellschaft.